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Rentable Rechnung

KULSA AG: Von zinsgünstigen Darlehen der KfW profitieren

Etwa 50 Prozent aller Gebäude in Deutschland werden in den nächsten 20 Jahren aus technischen Gründen saniert. Wer eine Sanierung plant, sollte diese in jedem Fall auch zur energetischen Modernisierung nutzen, so der Rat vieler Experten. Doch genau davor schrecken viele Immobilieneigentümer zurück. Der Kosten wegen. Dabei gibt es lukraktive Sanierungshilfe vom Staat. Wer seine Immobilie modernisieren will, wird mit Geld von Bund und Ländern belohnt. Besonders Energiesparer machen mitunter ein gutes Geschäft. Deutlich niedrigere Energiekosten, mehr Wohnkomfort und günstige Kredite sowie Tilgungszuschüsse über die staatseigene KfW-Förderbank sind starke Argumente, um geplante Arbeiten in Angriff zu nehmen.

Bereits im Jahr 2012 will die Bundesregierung der KfW daher rund 1,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für zinsverbilligte Kredite zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden zur Verfügung stellen. Am meisten Geld gibt es derzeit für die Komplettsanierung eines Hauses aus der Zeit vor 1995 zum Energieeffizienzhaus. Das dazu passende KfW-Programm heißt „Energieeffizient sanieren“. Um in den Genuss der Top-Konditionen zu kommen, müssen Hausbesitzer den Energiebedarf mindestens so weit senken, dass er den Höchstwert für einen Neubau nach der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) um nicht mehr als 15 Prozent übersteigt.

Modernisierer können zwischen einem zinsverbilligten Darlehen oder einem Investitionszuschuss wählen. Die Bank finanziert bis zu 75.000 Euro zu einem Zins, der deutlich unter den Marktkonditionen liegt. Außerdem erlässt die KfW-Bank dem Immobilieneigentümer einen Teil der Kreditsumme. Dabei gilt: Je niedriger der Energiebedarf nach der Sanierung, desto höher der Tilgungszuschuss, maximal 12,5 Prozent.
Weil die KfW selbst keine Darlehen vergibt, müssen Eigner die Förderung direkt bei ihrer Hausbank oder Bausparkasse beantragen. Entscheidend für eine Förderung ist auch der Zeitpunkt der Antragstellung. Der Kreditantrag muss in jedem Fall vor Beginn einer Sanierungsmaßnahme gestellt werden.
Immobilienbesitzer, die ihr Heim ausschließlich über Eigenkapital auf den neuesten Stand in Sachen Energieeffizienz bringen wollen, können alternativ auch direkt bei der Förderbank einen Zuschuss beantragen. Für das höchste Förderniveau, das KfW-Effizienzhaus 55, beträgt der Zuschuss 17,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 13.125 Euro je Wohneinheit. Für die niedrigste Förderstufe, das KfW-Effizienzhaus 115, gibt es 7,5 Prozent Zuschuss beziehungsweise bis 5.625 Euro (Stand: jeweils Ende Juni 2011).

Wer beim Wandel vom Energiefresser zum warm eingepackten Oldie auf die Strategie der kleinen Schritte setzt, bleibt ebenfalls nicht ohne finanzielle Hilfe: Einzelne Arbeiten wie den Austausch der Heizungsanlage, oder den Einbau isolierender Fenster fördert die KfW seit 1. März 2011 wieder über das Programm Energieeffizient sanieren, wahlweise mit einem günstigen Kredit oder einem Zuschuss von fünf Prozent bzw. maximal 2.500 Euro. Als Fördergrundsatz gilt hier ebenfalls: Je besser der erreichte Energiestandard nach der Sanierung umso attraktiver die Förderung. Praxistipp: Wer sich für die Kreditvariante entscheidet will, erhält zwar den gleichen Zinssatz wie bei einer energetischen Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, muss aber auf einen Tilgungszuschuss verzichten.

Selbst für den Tapetenwechsel ohne Energieeinspareffekt gibt es Staatshilfe, und zwar über das Programm „Wohnraum modernisieren“. Die Liste der von der KfW finanzierten Maßnahmen in diesem Programm ist lang und enthält alle gängigen Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten. Für die Verjüngungskur des Gemäuers gewährt die KfW einen Kredit bis zu 75.000 Euro. Bis zum 30. Juni 2011 betrug der Kredithöchstbetrag noch 100.000 Euro. Außerdem gibt es weder eine staatliche Zinsverbilligung noch einen Zuschuss. Weil die KfW auf die üblichen Kleinsummenaufschläge für Kredite unter 50.000 Euro verzichtet und sich als Staatsbank am Kapitalmarkt besonders günstig refinanzieren kann, fallen die Förderbank-Konditionen meist günstiger aus als bei anderen Banken. Unter  www.kfw.de, Menüpunkt Inlandsförderung, sind alle Programme für Modernisierer ausführlich beschrieben.

Für Immobilienbesitzer, die bei der Modernisierung alter Gemäuer auf Naturpower setzen, hält das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) ein Extra-Schmankerl bereit. Ansprechpartner ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Es vergibt beim Umstieg auf umweltfreundliche Wärmequellen eine Basisförderung sowie – abhängig von der konkreten Maßnahme – eventuell zusätzliche Boni. Eine ausführliche Darstellung aller Fördermöglichkeiten bietet das BAFA unter www.bafa.de.

Auch die Länder- und Kommunen sowie die Energieversorger vor Ort unterstützen Modernisierer. Aussicht auf Förderung hat am ehesten, wer auf echte Energieeinsparung setzt. Online-Portale wie www.baufoerderer.de und www.foerderdata.de geben einen guten Überblick, was an Modernisierungsförderung möglich ist.
 

Nutzen Sie jetzt Ihre Fördermöglichkeiten:

zinsvergünstigtes Darlehen der KfW

Baukostenzuschuss durch die KfW bis 13.250,- EUR* je Wohneinheit

Zuschuss für altersgerechte Umbauten von bis zu 2.500,- EUR***

und viele weitere Fördermöglichkeiten der verschiedenen Bundesländer.

 

*  KfW Programm 430 Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss - Stand 03/2011

** KfW Programm 431 Energieeffizient Sanieren - Sonderförderung - Stand 03/2011

*** KfW Programm 455 Energieeffizient Sanieren - Stand 03/2011